Jubiläumsfeier

Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen
des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V.

In seiner Festrede zitierte Herr Rolf von Hohenhau, Vorsitzender des Vorstendes des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V., aus dem Wortlaut der Urkunde über die Grundsteinlegung des Siebenbürgerheim Lechbruck e.V., die in einer Aussparung am Eingang des Hauses eingemauert wurde, wie folgt:
"Nach sechsjähriger vorbereitender Arbeit ist es dem Vorstand des Siebenbürgerheim Lechbruck e.V. gelungen, mit großzügiger fördernder Unterstützung der Inneren Mission und finanzieller Hilfe von Bund, Land und Gemeinde Lechbruck, den Bau des Siebenbürgerheimes zu beginnen.
Dieses Heim soll erstellt werden, um betagten Siebenbürger Sachsen, die nach Umsiedlung schwer Fuß fassen können, hier eine neue Heimat und Zuflucht zu geben.
Den Grundstock zu diesem Heim legten unsere Landsleute mit ihrer Spendenfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Tatkraft.
Dieses Heim in Lechbruck wird das fünfte seiner Art in Deutschland sein.........
FÜR DAS GUTE GELINGEN ERBITTEN WIR DEN SEGEN."

Und es gab ein gutes Gelingen, trotz aller Schwierigkeiten, die durch die Gründungsmitglieder - allen voran die junge Maja Engelbrecht -, mit viel Mut und Eigeneinsatz, überwunden werden konnten.
Heute blickt das Siebenbürgerheim Lechbruck e.V., auf das 40-jährige erfolgreiche Bestehen zurück, anlässlich dessen am Samstag, 26. Oktober 2013, die Jubiläumsfeier mit 250 Gästen gefeiert wurde.
 

Am Samstag, 26. Oktober 2013, fanden sich, bei strahelndem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, Siebenbürger und Lechbrucker im Festzelt auf dem Heimgelände zur Jubiläumsfeier ein. Um 10:30 Uhr wurde die Eröffnung durch das traditionelle Schießen der Lechbrucker Böllerschützen mit donnernden Salven bestritten.


Im Namen der Heimleitung begrüßte Frau Maria Brantsch, stellv. Heimleitung, die Anwesenden und hieß Bewohner, Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und Gäste herzlich willkommen.

Nametlich wurden begrüßt:
der 1. Bürgermeister der Gemeinde Lechbruck, Helmut Angl, welcher, laut Satzung des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V., auch Mitglied im erweiterten Vorstand ist; als Vertreter der Kirchengemeinden Lechbrucks, die evangelische Pfarrerin Michaela Tröger und der Kirchpfleger der katholischen Pfarrgemeinde,  Dietmar Hollmann, auch Altbürgermeister der Gemeinde Lechbruck; Dipl.-Ing. Peter Handel, einer der Gründer des Hilfsvereins, der sich mit großem Engagement für die Belange des Vereins eingesetzt und auch als Statiker bei der Planung mitgewirkt hat; Herta Daniel, stellv. Bundesvorsitzende und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.; in Vertretung des Landrats, Dieter Mayer vom Landratsamt Ostallgäu, auch Mitglied der Heimaufsicht; Vorstandsmitglieder und Leitungen der Siebenbürgerheime Rimsting, Gundelsheim, Drabenderhöhe und Osterode; als Vertreter der VR Bank Ostallgäu, Dr. Hermann Starnecker und Tobias Hafner; die Bürgermeister der Nachbargemeinden Steingaden, Bernbeuren und Roßhaupten; der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Lechbruck, Friedrich Mühsam.
Weiterhin begrüßte Frau Brantsch die Blasmusikkapelle Lechbruck, unter der Leitung von Georg Müller, die Original Siebenbürger Blaskapelle München, unter der Leitung von Werner Schulleruns, die Volkstanzgruppe der Kreisgruppe München, unter der Leitung von Simon Spielhaupter und den Chor der Heimatsortsgemeinde Reußmarkt, unter der Leitung von Wilhelm Spielhaupter.

Maria Brantsch erinnerte an die Gründerjahre des Vereins, die mit großen Schwierigkeiten verbunden gewesen seien und daran, dass die Möglichkeit das Heim überhaupt zu bauen, lange Zeit in der Schwebe gestanden habe.
Die Siebenbürger, die an der Gründung beteiligt gewesen seien, hätten keine Mühen und Einsatz gescheut, hätten um Spenden gerungen, selbst gespendet und selbst Hand angelegt und für sie sei es ein Herzenswunsch gewesen, dieser Einrichtung zum Entstehen zu verhelfen, aus dem einzigen Grund heraus, um alten Menschen zu helfen, ihnen eine neue Heimat zu bieten. Diese bewundernswerten Gründer hätten ihr Vorhaben letztendlich durchgesetzt, mit Herz und Hand.
Betreuung mit Herz und Hand hätten die Bewohner, Siebenbürger als auch Lechbrucker, vier Jahrzehnte im Siebenbürgerheim erfahren, wie Bewohner und Angehörige immer wieder versichert hätten. 
Frau Brantsch dankte den Bewohnern, die alle das Leben im Heim mit ihrer individuellen Art geprägt und bereichert hätten, als auch ihren Angehörigen, für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie dankte allen Mitarbeitern, die eine hervorragende Arbeit leisteten und die sich unermüdlich, mit Herz und Hand, zum Wohle der Bewohner einsetzen würden. Hierin bezog sie auch die ehrenamtlichen Helfer ein, die so oft bereit seien, Gutes an den Bewohnern zu tun.
Und nicht zuletzt, dankte Frau Brantsch allen Firmen, Institutionen und allen andern Personen, die mit dem Heim zusammenarbeiteten, damit die Bewohner ein würdiges und angenehmes Leben führen könnten und zu deren Zufriedenheit alle gemeinsam beitrügen.
Für die Zukunft  wollten sie, Leitung als auch Mitarbeiter, weiterhin ihren Bewohnern mit helfender Hand zur Seite stehen, jedoch was noch viel wichtiger sei, mit ihren Herzen.

Frau Michaela Tröger, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Lechbruck und Herr Dietmar Hollmann, Kirchenpfleger in Vertretung der katholischen Pfarrgemeinde Lechbruck, gratulierten zum Jubiläum und sprachen gemeinsam Glück- und Segenswünsche aus. 
Frau Tröger hob die gute Atmosphäre in diesem Haus hervor und betonte, dass "hier sein" gut sei, was an den Menschen läge, die hier seien und hier arbeiteten.

Herr Rolf von Hohenhau, der Vorstandsvorsitzende des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V., hielt die Festansprache.
Herr von Hohenhau erinnerte an die Gründungszeit, als vor mehr als 40 Jahren die junge Maja Engelbrecht den Plan gehabt habe, ein neues Heim für alte Menschen aus Siebenbürgen in Deutschland zu verwirklichen. Sie habe dazu engagierte Landsleute begeistern können, davon zu nennen seien: Dr. Gerhard Dietrich, Kaufbeuren; Siegfried von Hohenhau, Lechbruck; Dipl.-Ing. Stefan Keller (Vater von Maja Engelbrecht), München; Fritz Ganzert, München.
Bezüglich des Standortes des Heimes in Lechbruck, zitierte der Festredner in diesem Zusammenhang den       
ersten Bewohner des Siebenbürgerheimes, Dr. Walter Fabricius:  "Ein schönerer Platz hätte kaum gefunden werden können. Das Heim ist von Wiesen umgeben, von denen Tag und Nacht die Glocken der weidenden Kühe anheimelnd tönen und in der Ferne bezaubert immer wieder der herrliche Anblick der Allgäuer und Tiroler Alpen."
Am 19. Juni 1971 sei Grundsteinlegung erfolgt in deren feierlichem Rahmen in einer Aussparung am Eingang des Heimes eine Urkunde eingemauert worden sei mit dem Wortlaut:" Nach sechsjähriger, vorbereitender Arbeit ist es dem Vorstand des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V. gelungen, mit großzügiger fördernder Unterstützung der Inneren Mission und finanzieller Hilfe von Bund, Land und Gemeinde Lechbruck, den Bau des Siebenbürgerheimes zu beginnen:"
Dem gründenden Vorstand hätten damals angehört: Dr. Gerhard Dietrich, 1. Vorsitzender; Maja Engelbrecht, 2. Vorsitzende; Siegfried von Hohenhau, Lechbruck; Dipl.-Ing. Stefan Keller, München-Solln; Fritz Ganzert, München-Ismaning und die Vertreter der Siebenbürger Landsmannschaft Erhard Plesch (Vorsitzender) und der Gemeinde Lechbruck, vertreten durch ihren 2. Bürgermeister Josef Lang.
Das Richtfest sei in feierlichem Rahmen im Beisein zahlreicher Ehrengäste am 10. Dezember 1971 gefeiert worden.
Im Anschluss habe es dann beim Weiterbau eine Fülle von Pannen und Verzögerungen gegeben. Das spätere Heimleiterehepaar, Putju und Paul Kellner, dass ich schon beim Bau des Siebenbürgerheimes Rimsting eingesetzt hatte, sei nach Lechbruck gezogen, um die Bauarbeiten zu überwachen und voranzubringen.
Am 16. Dezember 1972 seien die ersten Bewohner in das Haus eingezogen. Es habe Platz für 71 Bewohner geboten; geplant worden seien damals 64 Plätze für Siebenbürger und 7 Plätze für Lechbrucker Bürger.
Die Finanzierung des Hauses habe schon 1965 begonnen und damals seien Spendzusagen in Höhe von 60.000 DM, das Grundstück von Siegfried von Hohenhau mit einem Wert von 66.000 DM, die Zusage der Gemeinde Lechbruck über 120.000 DM und eine Fülle von Zusagen für ehrenamtliche Erledigungen von Aufgaben vorhanden gewesen seien. Insgesamt ca. eine Viertelmillion DM.
Damit eine solche Aufgabe anzugehen, zeuge von Mut und Unternehmergeist, zumal die erste Finanzplanung von 1,2 Millionen DM sehr bald über den Haufen geworfen und eine zweite Finanzplanung schon von 3,3 Millionen DM ausgegangen worden sei.
Aber nicht umsonst habe Bürgermeister Nuscheler bei der Einweihung 1973 darauf hingewiesen: "Ich kenne unsere Lechbrucker Siebenbürger; wenn sie etwas anpacken, wird etwas Gescheites daraus." Und das gelte für alle, die sich damals an diese Herausforderung gewagt hätten.
Es sei dann alles aufwändiger und teurer geworden, die Zeit sei verstrichen, Finanzpläne seien umgeworfen worden, Haftungen hätten privat bernommen werden müssen und es häbe Ärger über Ärger gegeben, der letztendlich auch dazu geführt habe, dass die mutige Gründergeneration nicht mehr untereinander harmonieren konnte.
So sei damala im Juni 1973 Herr Rolf von Hohenhau von Herrn Siegfried von Hohenhau, Herrn Stefan Keller und Herrn Paul Kellner gebeten worden, den Vorsitz des geschäftsführenden Vorstandes zu übernehmen, was dann am 23. Februar 1974 auch erfolgt sei. Seine Mitstreiter seien damals gewesen: Fabrikant Dieter Ganzert als 2. Vorsitzender, als Beisitzer Karl Theil (Geretsried), Klaus Theil (Garmisch) und Paul Rampelt (München). Im weiteren Vorstand seien gewesen: Frau Keller, ihre Tochter Maja Engelbrecht und die übrigen alten Vorstände seien auch weiterhin aktiv in der Lösung der Probleme geblieben. Es hätte nachfinanziert, die Belegung des Hauses sichergestellt und das Kapital für die Fertigstellung bereitgestellt werden müssen.
Die neue junge Mannschaft sei dabei schon von Anfang an durch die Volksbank unterstützt worden, als auch durch Bürgermeister Sepp Nuscheler und viele Bürger aus der Gemeinde Lechbruck.
Nachdem sich die Kostensituation in den vergangenen 40 Jahren entwickelt und sich deutlich verändert habe, sei esTatsache, dass viele bauseitige Probleme in den folgenden Jahrzehnten hatten erledigt werden müssen, wie Umbau und Modernisierung der Zimmer, Wärmedämmung des Hauses,  Bau eines neuen Speisesaales, Dachumbau oder Einbau der Brandschutzanlage.
Die Zeit nach der Eröffnung, hätte eine Fülle von Schwierigkeiten geboten, viele Dinge hätte man sich erst im Laufe der nächsten Jahre leisten können und dabei oft große Unterstützung gefunden.
Die Zusammenarbeit mit dem ersten Heimleiterehepaar Putju und Paul Kellner habe sich trotz der vielen Anfangsprobleme, des Altersunterschiedes und auch der unterschiedlichen Mentalitäten des Heimleiters und des Vorsitzenden, durchaus konstruktiv und letztlich auch freundschaftlich gestaltet. Anstehende Probleme seien im kleinen Kreis sachlich diskutiert und jeweils einer Lösung zugeführt worden. Dasselbe gelte auch für den Nachfolger, Herrn Ernst Botscher.
1986 habe dann das heutige Heimleiterehepaar, Gustav und Maria Brantsch, angefangen. Das habe Herrn von Hohenhau einige Überzeugungsarbeit im Hause gekostet, weil beide noch sehr jung gewesen seien.
Auch hier habe gegolten, die Zusammenarbeit sei konstruktiv und freundschaftlich gewesen. Anstehende Probleme seien nicht auf die lange Bank geschoben worden und das Haus habe über all die Jahre seine herausragende Qualität erhalten können, was auch immer große Anerkennung bei den Trägern und auch bei der Regierung von Schwaben einbrächte.
Es gelte auch heute noch die Aussage der damaligen Heimbewohner, dass Menschen hier eine Bleibe erhielten, welche nach den Wirren zweier Weltkriege, die ihnen auf vielen weiten Strecken ihres Lebensweges Mühsal und Plagen aller Art auferlegt hätten, letztendlich dennoch voll in Würde altern könnten.
Es habe sich bis heute einige verschoben, der Anteil der Lechbrucker und Bürgern aus der Umgebung, sei deutlich angestiegen, aber auch hier könne gesagt werden: Menschen, die ein Leben mit Arbeit und vielen Aufgaben und teilweise auch Probleme zu bewältigen hatten, könnten hier in nächster Umgebung ein würdiges Alter verbringen, zusammen mit Menschen aus Siebenbürgen, die nach dem Verlust ihrerHeimat und ihrer Wurzeln hier eine neues Zuhause gefunden hätten.
So bliebe Herrn von Hohenhau zum Schluss der Dank an das Heimleiterehepaar und die qualifizierten und treuen Mitarbeiter, die die Grundlagen für das Wohlergehen der Menschen im Haus täglich neu zu erarbeiten und immer neue Herausforderungen, die vom Gesetzgeber gestellt würden, zu erfüllen hätten.
Ein besonderer Dank gelte den Vertretern der Lechbrucker Kirchengemeinden, die sich um das geistige und seelische Wohl der Bewohner kümmerten. Ganz besonders danke Herr von Hohenhau dem Pfarrer i.R. Horst Drosihn, der die Bewohner von Anfang an, über mehrere Jahrzehnte im Heim begleitet habe.
Auch der Gemeinde Lechbruck, Bürgermeister Helmut Angl und seinen Mitarbeitern dürfe er dafür danken, dass sie 40 Jahre lang treu zu diesem Haus gestanden hätten. Man sei nie vergeblich mit einem Wunsch an die Gemeinde herangetreten und das sei etwas, was es in der heutigen Zeit der überbordenden Bürokratie nur selten gebe.
Und nicht zuletzt, gelte der besondere Dank Herrn von Hohenhaus an dei Mitglieder der Vorstandschaft - an die, die früher dabei gewesen seien und an die, die heute dabei seien.
Alle Entscheidungen seien unbürokratisch, mit großem Sachverstand jederzeit gelöst worden und es habe sich bewährt, dass der Sachverstand aus unterschiedlichen Berufswegen in die gemeinsame Arbeit eingeflossen sei.
Zum Schluss wünsche Herr von Hohenhau allen Anwesenden, insbesondere den Heimbewohnern, noch eine schöne Jubiläumsfeier und viel Spaß und Freude am heutigen Tag.

Helmut Angl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Lechbruck, sprach Gratulationen zum 40-jährigen Bestehen des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V. aus und gab seiner Freude Ausdruck, dass Lechbruck über diese schöne Einrichtung verfüge, in der nicht nur Siebenbürger, sondern auch Lechbrucker Bürger einen schönen Altersruhesitz fänden.
Große Anstrengungen des Siebenbürger Hilfsvereins seien in den Jahren notwendig gewesen, um das Siebenbürgerheim den heutigen Anforderungen und Wünschen gerecht werden zu lassen.
Hier gelte ein besonderer Dank an die Mitglieder des Hilfsvereins und an die Heimleitung mit allen Mitarbeitern.
Zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag, überreichte der Bürgermeister das Lechbrucker Wappen an die Heimleitung und eine Floß-Miniatur, die symbolisch für eine Floßfahrt im kommenden Sommer für die Bewohner des Siebenbürgeheimes stehe.

In ihrem Grußwort gratulierte die stellv. Bundesvorsitzende und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern, Herta Daniel, ganz herzlich im Namen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und des Landesverbandes Bayern, zum 40. Geburtstag des Siebenbürgerheim Lechbruck und des "Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V.".Seit nunmehr 40 Jahren bestehe das Siebenbürgerheim Lechbruck. Die Vorstandsmitglieder des Trägervereins, hätten sich seitdem für den Erhalt siebenbürgischer Traditionen, für die Erinnerung an die Heimat und für die Verbindung zu Siebenbürgen eingesetzt.
 Das Ziel der Gründer, hier in Lechbruck eine neue siebenbürgische Gemeinschaft aufzubauen, sei von diesem Vorstand von Anfang an großgeschrieben, kosequent weiter geführt worden und hätte Vertrauen und Identifikationsmöglichkeiten geschaffen.
Alle, die Verantwortung im Siebenbürgerheim Lechbruck hätten, hätten Bedeutendes für das Siebenbürgerheim Lechbruck getan und könnten stolz darauf zurückblicken. Ihnen gebühre der Dank und Anerkennung. 
In diesem Sinne, überreichte Frau Daniel den verdienten, langjährigen Vorstandsmitgliedern des Hilfsverein Siebenbürgerheim Lechbruck e.V,, Frau Maja Engelbrecht und Frau Monica Billes, Anerkennungsurkunden des Landesverbandes Bayern und sie ehrte Herrn Rolf von Hohenhau, als langjährigen Vorstandsvorsitzenden des Hilfsvereins, mit dem Silbernen Ehrenwappen des Landesverbandes Bayern.

Herr Wilhelm Jakob Hermann, Vorsitzender der Kreisgruppe München, übermittelte Grüße und Glückwünsche im Namen der Kreisgruppe München zum Jubiläum.

Pfarrer i.R. Horst Drosihn, der die Bewohner von Anfang an, über Jahrzehnte im Siebenbürgerheim begleitet hat, brachte in Gedichtform zum Ausdruck, dass eer immer bereit gewesen sei, der "Andern" Helfer zu sein. Er habe es gerne getan, wann immer er dafür das Bedürfis gesehen habe. Sein Dank gelte den guten Geistern im Haus, die die Bewohner Tag und Nacht betreuten. Wichtig, beim guten Verwalten des Heimes, sei das Vertrauen auf Gott, denn: ".......der Herr wird dabei sein Wort halten: BEI ALLEN bleiben immerdar; die IHM vertrauen Jahr für Jahr."

Die Vertreter der Siebenbürgerheime Rimsting, Gundelsheim, Drabenderhöhe und Osterode gratulierten gemeinsam zum Jubiläum. Zur Erinnerung an diesen Festtag, überreichten sie originelle Geschenke für die Einrichtung und deren Bewohner.

Zum Schluss des offiziellen Teiles, der durch die Blasmusikkapelle Lechbruck musikalisch begleitet wurde, gratulierte zum Jubiläum Frau Hildegard Einsiedler, die sich als ehrenamtliche Helferin im Siebenbürgerheim betätigt und auch als Nikolaus die Bewohner schon seit 1973 erfreut. Für sie gebe es "nichts Schöneres, als die leuchtenden Augen und die Dankbarkeit der Senioren."

Nach dem Mittagessen, das aus "Holzfleisch" und "Mici" bestand und von ehrenamtlichn Siebenbürgern und Lechbruckern bereitgestellt wurde, übernahm die Bühne die Original Siebenbürger Blaskapelle München, unter der Leitung von Herrn Werner Schullerus.
Die Volkstanzgruppe der Kreisgruppe München, unter der Leitung von Herrn Simon Spielhaupter, brachte die alten sächsischen Tänze dar, u.a. auch die "Reklich Med", die allen Siebenbürgern wohlbekannt ist. Eine Premiere hatte die Gruppe zu vermelden, denn heute wurde ihr Tanz mit Live-Musik durch Frau Marianne Mayr, begleitet. 

Nachdem sich die Fest-Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, wurden für Interessierte Hausführungen angeboten, die von Herrn Gustav Brantsch (Heimleitung) und Frau Gretel Theil (Pflegedienstleitung) durchgeführt wurden.

Tosenden Applaus ernteten die Bernbeurer Goaßl-Schnalzerinnen, eine Gruppe von 5 jungen Frauen, die mit ihren Peitschen den Takt zu verschiedenen Musikstücken "knallten". Die Frauen-Gruppe ist innerhalb Deutschlands einmalig, denn traditionsgemäß ist das "Goaßl-Schnalzen" den Männern vorbehalten.

Gegen Ende des Programms huldigte der Chor der HOG Reußmarkt, unter der Leitung von Herrn Wilhelm Spielhaupter, dem Herbst mit einem vielfältigen Repertoire an Liedern und Gedichten, die teilweise in Siebenbürgisch Sächsischer Mundart vorgetragen wurden.
Viel zu schnell vergingen die Stunden beim fröhlichen Miteindander und der gebotenen Unterhaltung.
Kurz vor 17:00 Uhr beendete Frau Brantsch die Feier und bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmern, die dem Hilfsverein die Ehre erwiesen hätten, an diesem denkwürdigen Tag dabei zu sein und bei allen Helfern, die mit unermüdlicher Energie, sowohl im Vorder- als auch im Hintergrund, zum erfolgreichen Gelingen dieser Festveranstaltung beigetragen hätten.


Drucken